Der Grenzfluss aus deinen tausend verdrдngten Gedanken
I'm Dunst des Abends liegt er weit doch klar vor dir,
Und aus der Ferne schon scheinen wie Berge, die Planken.
In deinen Trдumen warst du wohl schon tausendmal hier.

Hinter dem Fluss wird das Land sich weiten,
Dort werden in Stille die Stьrme schweigen.
Du und die Zeit, Ihr lauft euch ewig davon.
In dir flieЯt der Rubikon,
Und darьber die Brьcke aus Glas.

Vom anderen Ende der Welt bricht die Nacht herein.
Wer den Schritt wagt, sollte den Weg noch erkennen.
Du tцtest die Zeit und treibst davon.
In dich mьndet der Rubikon,
In dir steht die Brьcke aus Glas

Steinerne Fдden, gemauert I'm Staub deiner Schwдchen,
Binden und lдhmen dir jeden der mьhsamen Schritte.
Dies ist dein Fluch, das Kind deiner alten Versprechen,
Und du weiЯt, du bist in ihrem Bund nur der Dritte.

Vertreibe die Ohnmacht, du ahnst, dass am Ende der Reise
Wohl weniger wartet, als du auf dem Wege verlдsst.
Und die Schemen, die zweifelnd in Trдnen am grauen Ufer dir winkten,
Sie werden dir folgen.
Und trotzdem: Die Welt wird sich wandeln.

Keine Grenze der Erde wirst du ьberqueren,
So weit die Schritte dich auch tragen.
Gefangen in Freiheit bist du,
Der Zwilling des Theseus mir scheint,
Und der schцnen Ariadne Fдden seh' ich,
Deutlich und helfenden Herzens gesponnen
Ьber eine Brьcke aus Glas.

Am anderen Ende der Welt bricht das Licht herein,
Auf den weiten Ebenen ungesehenen Landes
Stehst du, auЯerhalb von allen Zeiten,
In einem Meer aus dьnnen Scherben.
Hinter dir dein Rubikon,
Vor deinen Augen
Eine neue
Brьcke aus Glas.
Correct  |  Mail  |  Print  |  Vote

16[485] / Brücke Aus Glas Lyrics

Agrypnie – 16[485] / Brücke Aus Glas Lyrics