Links, Zwo, Drei, Vier! [x20]

[Samuel:]
Ich setze meine Irrfahrt fort,
Und woll't mir doch das Leben nehmen!
Stattdessen trag' ich eine Last,
Das Wissen um ein Zauberwort,
Schlimmstes mit Schlimmen zu bezдhmen!
Auf diesem Berge mach ich Rast,
Die Welt zu meinen FьЯen liegt:
Wo ist der Gott, der Gabriel besiegt?

[Luzifer:]
Hier bin ich, denn wer sucht, der findet... Mich!
Voller Zuversicht! Den Herrn der Fliegen!
[Samuel:]
GrдЯliches Schauspiel, ich entsage meinen Blicken!
[Luzifer:]
Ist es dafьare nicht zu spдt?
Dass ich die Lцsung bin, hast Du es nicht begriffen?
[Samuel:]
Erst muЯ das MiЯtrauen unterliegen, Kronprinz der Ziegen!
[Luzifer:]
DaЯ ich den Himmel mit Dir pflьgen kann,
Wie lange warte ich auf diesen Tag!
[Samuel:]
Dies ist ein Bann, die Versuchung ist so stark!
[Luzifer:]
Dem Erzengel die Rache zu schenken,
Doch hцr'nicht auf an Lilith, Lilith, Lilith zu denken!
[Samuel:]
Nenne mir den Preis!

[Luzifer:]
Ьbergib mir Deine Seele!
[Samuel:]
Kann ich dieses Opfer bringen?
WeiЯ ich, ob aus dieser Kehle nicht nur Teufelsworte dringen?
Denn wer gibt mir die GewiЯheit?
[Luzifer:]
Kann Dich prompt auch jetzt verlassen!
[Samuel:]
Diese Bьrde, nein, auf Lebzeit mich unendlich wьrd'ich hassen!

[Samuel:]
Ohne Gnade dieser Zwiespalt mich zerreiЯt,
Der mir einerseits den Hoffnungsschimmer verheiЯt
Und mir andrerseits das Hцllenfeuer bringt!
Habe Gnade mit der Seele, die um Antwort ringt!

[Luzifer:]
Die Hцlle reiЯt die Tore auf!
Der Seelentausch, mit List, nimmt seinen Lauf!
Gehorche deinem Drang
Nach Selbstaufgabe, Untergang!
Verzweifelt sind sie sehr leicht zu betцren,
Die kleinen Helden hier auf Erden!
Sie pflegen sich gern zu vergessen,
Um GroЯmut daran zu ermessen!

[Luzifer:]
Das Bцse ist auf Seelenfang,
So treibe Deinen Leichtsinn schnell voran!
Ergib Dich deinem Zwang
Nach Selbstzerstцrung, Leidensklang!
Ich hasse Dich!
Dein Blut, ich will es sehen, will es lecken,
Deine Seele will ich schmecken!
So entflamme Dich fьare mich!

[Lilith:]
Oh Samuel, mein Samuel,
Lasse Dich nicht fallen!
VergiЯ nicht meine Worte,
Sie dьrfen nicht verhallen:
DaЯ der eine fьare den andren lebt,
Kein Opfer muЯt Du bringen!
Ich weiЯ, daЯ aus der Kehle dort
Verfьhrungslьgen dringen!

[Samuel:]
Oh Lilith, wie sehr liebe ich,
Ich mцchte fьare Dich sterben!

[Lilith:]
Niemals, das Feuer brennt die Trдnen tot,
In Liebe ist kein Platz fьare das Verderben!

[Samuel:]
Ich will Dir Frieden geben...

[Lilith:]
Ich sag'Dir Du sollst leben!
[Samuel:]
... Dich in den Himmel heben!
[Lilith:]
Ich sagte du sollst leben!

Ach hдtt'ich doch mehr Macht als durch den Tod mir nun ist zugeteilt,
Aus Fleisch und Blut wдren meine Arme, an meiner Brust Dein Kopf verweilt!
Mein Herzschlag und ihr Halt, sie hielten Dich zurьck und noch viel mehr!
Selbst blind und taub und ohne Mund, Du wьЯtest, daЯ ich wiederkehr'!

[Samuel:]
Nun gebe ich mich auf und falle tief,
Weil ich aus Liebe zu Dir fallen muЯ!
Fahre in mich, ein letzter KuЯ!
Fahre tiefer, tiefer, tief... !

[Samuel:]
Ьberfalle meine Seele, Dir hab' ich sie verkauft!
EntreiЯe mir die Rolle, den Spruch, den Du jetzt brauchst!

Mein Name unterzeichnet, mein Blut auf Pergament!
Ich hoffe, daЯ ab heute die Menschheit mir gedenkt! [2x]

[Luzifer:]
Dieser Pakt erfьllt sich darin, daЯ ich fortan mit Dir kдmpfe
Und das Aufbegehren I'm Himmel bis zur Totenstille dдmpfe!
Alle Wesen aus der Hцlle unerschrocken uns beiseite stehn,
Dieser Aufstand schnell zerschlagen in Pein und Demut wird vergehn!
So daЯ Lilith friedlich schlummert in des Paradieses Wolken
Und das Vergehen an der Gьte, dieser Frevel sei vergolten
So entscheide Dich fьare mich, Deine Bedenkzeit ist verronnen
Wenn Du mir jetzt Deine
Hand gibst, hat die Himmelsfahrt begonnen!

Ein Geist, der mich nicht kennt?
Ist der Triumph mir noch vergцnnt?

11.
Meine Augen Sind Die Sterne

Wenn es kalt wird um Euer Seelen Glanz
Ist es mein dunkler Geist, der Euer Fleisch verirrt!
Denn das Unwissende in Euch ist es,
Was Euch verleitet, mein zu sein!

Mein Herz ist die Sonne  Die Sonne ist kalt!
Mein Augen sind die Sterne  Die Sterne sind rot!
Meine Seele ist der Himmel  Der Himmel ist leer!
Mein Kцrper sind die Menschen  Die Menschen sind tot!

Wie gerne lauschte ich Deinen Gebeten zu abendlicher Stund'!
Ewig harrend unter Deinem Bett,
Wie die Engel der Sehnsucht,
Der Tod in meinen Armen!
HaЯ, die Liebe und er Tod sind mein:
Tцte, was du liebst!
Oh Du, Deiner Seele Schmerz,
Gefangen I'm Sog der Liebe!

Ich wurde mehr geliebt, als jeder anderes gleichen,
Denn meines Mythos Licht brennt ewiglich!
Hinfort geworfen durch die Tore des Ьberjenen,
Dunkelheit! Mein Freund, komm', reiche ihr Deine Hand!
Ziehe sie hinein in das Reich der Saat der Trauer,
Lasse sie Frьchte tragen am Strauche der Boshaftigkeit!
Lasse sie brennen am Baume der Vergeltung,
Hindurch der Lьgen Tuch auf zu den Engeln der Liebe blicken:
Hindurch der Hцlle Einsamkeit!
Brennen sollst Du in meines Herzen Glut!
LaЯ' eine Kerze brennen!
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